Was ist bei einem Unternehmenskauf zu beachten?
Achten Sie vor allem auf vier Bereiche: die finanzielle Lage (Jahresabschlüsse, BWA, Kontoauszüge), die vertraglichen Bindungen (Mietverträge, Kundenverträge, Lieferantenverträge), die Qualität des Kundenstamms und des Auftragsbestands, sowie die Haftungsrisiken (Gewährleistungen, Rechtsstreitigkeiten). Unsere Finanz-Checkliste, Vertragsübersicht und Haftungssektion zeigen Ihnen, welche Unterlagen Sie dafür benötigen.
Welche Unterlagen brauche ich für eine Due Diligence?
Für eine sinnvolle Due Diligence benötigen Sie Buchhaltungsunterlagen (Jahresabschlüsse, BWA, SuSa), Verträge (Gesellschaftsvertrag, Miet-, Arbeits- und Kundenverträge), Informationen zu Kunden und Umsatz, Personalakten, Vermögensgegenstände sowie Hinweise zu Haftungsrisiken. Die vollständige Übersicht finden Sie in unserer Finanz-, Vertrags- und Vermögenscheckliste.
Was ist eine Due-Diligence-Checkliste und warum brauche ich sie?
Eine Due-Diligence-Checkliste ist eine strukturierte Sammlung aller Dokumente und Informationen, die Sie vor einem Unternehmenskauf einholen sollten. Sie schützt Sie vor Überraschungen, hilft beim Verhandeln des Kaufpreises und ist die Grundlage für jede professionelle Prüfung. Starten Sie mit unseren Kategorien Finanzen, Verträge und Kunden & Markt.
Welche Finanzunterlagen sollte ich vor dem Kauf prüfen?
Die wichtigsten Finanzunterlagen sind Jahresabschlüsse der letzten 3–5 Jahre, betriebswirtschaftliche Auswertungen (BWA), Summen- und Saldenlisten (SuSa), Steuerbescheide, Darlehensverträge und Kontoauszüge. Sie zeigen die wirtschaftliche Substanz, Cashflows und verborgene Risiken. Alle Dokumente finden Sie in der Finanz-Checkliste.
Welche Verträge sind beim Kauf eines Unternehmens wichtig?
Besonders wichtig sind der Gesellschaftsvertrag, Miet- und Pachtverträge, Arbeitsverträge der Schlüsselpersonen, Kunden- und Lieferantenverträge sowie Lizenz- oder Kooperationsverträge. Sie zeigen, welche Rechte und Pflichten auf Sie übergehen. Die detaillierte Übersicht steht in der Vertrags-Checkliste.
Was muss ich beim Personal beachten, wenn ich ein Unternehmen übernehme?
Prüfen Sie Personalstruktur und Organigramm, alle Arbeitsverträge inklusive Kündigungsfristen und Sonderzusagen, sowie die Dokumentation der Geschäftsprozesse. So erkennen Sie früh, ob das Unternehmen von Einzelpersonen abhängig ist. Mehr dazu in der Personal-Checkliste.
Wie erkenne ich Risiken beim Unternehmenskauf?
Risiken erkennen Sie durch gezielte Prüfung von Gewährleistungen, Garantien, laufenden oder drohenden Rechtsstreitigkeiten, Umweltgenehmigungen und offenen Steuerbescheiden. Unsere Haftungssektion sowie die Finanz-Checkliste zeigen Ihnen, worauf Sie achten müssen.
Müssen alle Unterlagen vorliegen, bevor ich eine Kaufprüfung beauftrage?
Nein. Gerade ein unvollständiger Datenraum lässt sich strukturieren. Fehlende Unterlagen werden im Report klar benannt, sodass Sie gezielt nachfordern können.
Was ist der Unterschied zwischen dieser Checkliste und einer Due Diligence?
Diese Checkliste hilft Ihnen, die richtigen Unterlagen zu sammeln. Eine Due Diligence ist die anschließende Prüfung dieser Unterlagen durch Fachexperten. Die Firmenkauf-Prüfung Basic bietet eine strukturierte Ersteinschätzung dazwischen.
Für welche Unternehmensgrößen ist die Checkliste geeignet?
Sie ist auf kleine und mittelständische Unternehmen in Deutschland ausgerichtet – typischerweise mit einem Umsatz im einstelligen bis niedrigen zweistelligen Millionenbereich.
Gilt das für Asset Deals und Share Deals?
Ja. Bei einem Share Deal sind Gesellschaftsunterlagen und Gesellschafterstrukturen besonders wichtig. Beim Asset Deal stehen die zu übernehmenden Vermögensgegenstände und Verträge im Vordergrund.
Welches Darlehen eignet sich für einen Unternehmenskauf?
Für den Mittelstand kommen meist klassische Bankdarlehen in Kombination mit KfW-Förderkrediten (z. B. ERP-Gründerkredit – Universell) infrage. Entscheidend sind die Cashflow-Tragfähigkeit des Zielunternehmens und werthaltige Sicherheiten. Unsere Finanz-Checkliste zeigt, welche Unterlagen die Bank sehen will – die Kaufprüfung ersetzt keine Finanzierungsberatung.
Welches Konto brauche ich für einen Unternehmenskauf?
Bei einem Asset Deal läuft der Kaufpreis in der Regel über Ihr privates oder ein separates Erwerbskonto; beim Share Deal wird er oft treuhänderisch über ein Anderkonto (Notar oder Anwalt) abgewickelt. Klären Sie das frühzeitig mit Bank, Notar und Steuerberater.